Linz/München - Zwei der renommiertesten Klosterbrauereien des deutschen Sprachraums haben sich in diesem Sommer für Collaboration-Sud zusammengetan: Andechs, das imposant über dem Ammersee südlich von München gelegene Benediktiner-Kloster, und das das gesamte westliche Mühlviertel prägende Prämonstratenser Chorherrn-Stift Schlägl. Beide Klöster geben mit ihren barocken Kirchen ebenso wie mit ihren Bieren einen Vorgeschmack auf das Himmelreich.
Die junge Braumeisterin Karin Thaler aus Schlägl hat bei einem Besuch auf dem Heiligen Berg den Andechser Braumeister Johannes Hartwig kennengelernt, man hat über die langjährige Kooperation (Schlägl vertreibt das Andechser Weizenbier seit 30 Jahren in Österreich) gesprochen und über deren Vertiefung. Jetzt also mit einem gemeinsam gebrauten Weizenbier in Festbierstärke – gebraut mit Cascade-Hopfen aus dem Mühlviertel und vergoren mit der Andechser Weißbierhefe. Haselnussfarben und mit starker Trübung (vorsichtiges Dekantieren ist durchaus angebracht) liegt es unter einem blütenweißen Schaum im Glas. Diesem entsteigt ein komplexer Duft von Birnen, Feigen, Bananen und frischem Laubholz. Der Antrunk verrät, dass es sich hier um ein kräftiges Bier handelt: Wuchtiger Körper bei verhaltener Süße und gerade ausreichender Säure. Diese unterstreicht die Fruchtigkeit, im Rachenraum vermeint man dann auch noch Grapefruit und rote Beeren zu schmecken, ehe ein trockener, leicht herber Nachtrunk zum Weitertrinken einlädt.
Der Name Concordia betont die Eintracht der Klostergemeinschaften: Die weiß gekleideten Prämonstratenser-Chorherren aus Schlägl und die Benediktinermönche aus Andechs in ihrer schwarzen Ordenskleidung finden sich in dem je zur Hälfte schwarz und weiß gestalteten Etikett repräsentiert.