Wien - Nach dem vom Brauereiverband als "herausfordernd" bezeichneten Jahr 2025 ist es auf dem österreichischen Biermarkt im ersten Halbjahr weiter bergab gegangen. Wie Andreas Urban, der Präsident des Bundes österreichischer Braumeister und Brauereitechniker auf der 75. Arbeitstagung des Bundes berichtete, ist der Inlandsausstoß von Jänner bis Juni 2026 auf 3.792.829 Hektoliter gesunken - das ist neuerlich ein Minus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Noch schwerer hat es die Bierexporte getroffen - hier beträgt das Minus 17,5 Prozent, nachdem die Exporte schon im Jahr 2025 um 12,4 Prozent eingebrochen waren.
Und noch eine Zahl betont Urban: Durch die Einführung des Dosenpfands im Vorjahr ist der Absatz an Dosenbier um 23 Prozent (oder 503.000 Hektoliter) zurückgegangen - und dieser Rückgang ist nicht durch zusätzliche Verkäufe von Bier in anderen Gebindearten aufgefangen worden: Insgesamt ist die österreichische Produktion von Bier im Vorjahr um 7,1 Prozent gesunken - dem starken Rückgang beim Dosenbier steht ein bloß 2,1-prozentiger Zuwachs bei der 0,5-Liter-Flasche gegenüber.