Zehn Auszeichnungen für Austria beim World Beer Award

von Conrad Seidl 26/10/2026
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Zehn Auszeichnungen für Austria beim World Beer Award

London - Zwei österreichische Brauereien haben beim in England verliehenen World Beer Award punkten können - und insgesamt zehn Medaillen nach Österreich gebracht. Zwischen alkoholfreiem Lager und Bockbier liegen sieben Volumenprozent und unterschiedliche Erwartungen an den Geschmack. Bei den World Beer Awards 2026 finden sich beide unter den österreichischen Preisträgern: Das frastanzer freibier in Bio-Qualität erhielt Gold, ebenso der Hirter Rubin Bock. Die Auszeichnungen gelten jeweils einer bestimmten Stilrichtung. Eine Goldmedaille ist deshalb nicht mit einem Weltmeistertitel gleichzusetzen. Der Wettbewerb unterscheidet zwischen Medaillen, nationalen Kategoriesiegern und internationalen Titeln.

Für die Brauerei Frastanz in Vorarlberg brachte die diesjährige Bewertung sechs Medaillen: Neben Gold für das freibier stehen nach Angaben des Unternehmens Silber für s’dunkle, s’klenne und hoppy callista sowie Bronze für das s’bio nach Pilsner Art und das konventionelle freibier. Das freibier in Bio-Qualität wurde nach Brauereiangaben erstmals österreichischer Landessieger in der Kategorie „No & Low Alcohol Lager“.

Aus Kärnten kommen drei weitere Goldmedaillen. Die Privatbrauerei Hirt erhielt sie für Rubin Bock, Morchl und 1270, jeweils verbunden mit dem österreichischen Landessieg: beim Bock, beim dunklen Lager und beim Wiener Lager. Bronze ging an das Hirter Privat Pils. Die nationalen Kategorien bilden dabei keine einheitliche Rangliste österreichischer Biere, sondern trennen unterschiedliche Brauweisen und Geschmacksprofile.

Die World Beer Awards werden vom britischen Verlagshaus Paragraph veranstaltet und umfassen neben der Geschmacksprüfung einen gesonderten Wettbewerb für die Gestaltung von Flaschen, Dosen und Verpackungen. Die Verkostung erfolgt blind in drei Runden: Zunächst werden innerhalb der einzelnen Länder und Bierstile Medaillen und Landessiege vergeben; anschließend treten die nationalen Sieger um internationale Stil- und schließlich um elf übergeordnete Kategorietitel an. Nach Angaben der Wettbewerbsleiterin Anita Ujszaszi wurden 2026 insgesamt 2536 Biere zur Geschmacksprüfung eingereicht und 1796 Medaillen vergeben. Damit erhielten etwa 71 Prozent der eingereichten Biere eine Auszeichnung. Hinzu kamen 569 Landessiegertitel, die jedoch überwiegend mit einer Goldmedaille verbunden sind und deshalb nicht als weitere prämierte Biere gezählt werden dürfen.

Die meisten Medaillen gingen nach einer Auszählung der veröffentlichten Ergebnisliste durch den Fachblog „Doctor Beer Brussels“ nach Deutschland: 227 Auszeichnungen entfielen auf deutsche Biere, gefolgt von Frankreich mit 210 und China mit 173. Belgien belegte mit 137 Medaillen den vierten Rang; darunter waren 45 Goldmedaillen, von denen 40 zugleich einen Landessieg bedeuteten, sowie 53 Silber- und 39 Bronzemedaillen. Die Medaillenzahl hängt von der Beteiligung der Brauereien und der Verteilung ihrer Einreichungen auf die einzelnen Stilrichtungen ab. 

Österreichische Brauereien scheuen oft den Aufwand, sich an internationalen Wettbewerben zu beteiligen - für Hirter dürfte sich das Mitmachen aber nicht zuletzt deshalb auszahlen, weil mit den Auszeichnungen auf Exportmärkten geworben werden kann.

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